Michael Jackson nutzt Homepage als offizielles Verlautbarungsorgan

Der US-Popmusiker äußert sich auf einer neu eingerichteten Website offiziell zu Vorwürfen wegen angeblichen sexueller Belästigung von Kindern.

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Der US-Popmusiker Michael Jackson hat eigens eine Website eingerichtet, um die Öffentlichkeit über das Verfahren wegen angeblicher sexueller Belästigung von Kindern zu informieren. An seine "Fans, Freunde und Familie" gerichtet, schreibt er auf der schlicht gehaltenen Seite, die Vorwürfe gegen ihn beruhten auf einer großen Lüge. Dies werde sich vor Gericht zeigen.

Da die Vorwürfe sehr ernst seien, hofft Jackson auf Verständnis dafür, dass er sich nicht frei äußern könne. Dies hätten ihm seine Anwälte geraten. Um einen Kanal zur Öffentlichkeit zu haben, sei die neue Website eingerichtet worden. Jedes Statement, das nicht dort veröffentlicht werde, sei als nicht von Jackson autorisiert anzusehen.

Der Musiker hatte sich vergangene Woche der Polizei in Santa Barbara County, Kalifornien, gestellt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm "unzüchtige und laszive Handlungen" mit einem Kind unter 14 Jahren vor. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu acht Jahren. Gegen eine Kaution von 3 Millionen US-Dollar wurde Jackson auf freien Fuß gesetzt. In den nächsten Wochen soll gegen ihn Anklage erhoben werden.

Angesichts des Aufwands, der in den US-amerikanischen Medien betrieben wird, um ĂĽber den "Fall Jackson" zu berichten, hat sich inzwischen Kritik geregt. Der BĂĽrgerrechtler Jesse Jackson sprach von einer "Besessenheit" der Ă–ffentlichkeit und warnte vor einer Vorverurteilung. (anw)