Probleme mit Intel-Zahlung bei Brandenburger Chipfabrik
Das Schicksal der geplanten Chipfabrik in Frankfurt (Oder) hängt am seidenen Faden.
Das Schicksal der geplanten Chipfabrik in Frankfurt (Oder) hängt am seidenen Faden. Kommen die Beteiligten nicht in letzter Minute zu einer Einigung, muss der Betreiber Communicant vermutlich an diesem Freitag Insolvenzantrag stellen. Ein neues Hindernis ist die Weigerung des US-Konzerns Intel, Lizenzgebühren in Millionenhöhe zurückzuzahlen. Das berichten die Tageszeitungen Märkische Allgemeine und die Märkische Oderzeitung in ihren Donnerstagausgaben. Der Bund mache seine 520-Millionen-Euro-Bürgschaft auch von dieser Zahlung abhängig.
Das Land Brandenburg hatte am Mittwoch eine Verdoppelung seines finanziellen Engagements mit weiteren 38 Millionen Euro in Aussicht gestellt und damit einer weiteren Bedingung des Bundes entsprochen.
Die Verhandlungen seien zwar noch nicht abgebrochen, sagte Intel- Sprecher Hans-JĂĽrgen Werner. "Aber wir sind schon bisher weit ĂĽber unsere Zusagen hinausgegangen." Der Chiphersteller sei nur bereit, drei noch ihm zustehende Jahresraten zu stunden. Streitig ist ein Restbetrag, der sich nach unterschiedlichen Angaben auf 16 Millionen Euro oder 16 Millionen Dollar belaufen soll. Dieses Geld hatte der Betreiber Communicant an Intel bereits fĂĽr Lizenzen ĂĽberwiesen. (dpa) / (jk)