IT-Branche in Sachsen-Anhalt wächst gegen den Trend
Sachsen-Anhalt ist 2002 mit 4,5 Prozent das einzige Land mit einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen binnen Jahresfrist gewesen.
Die Informations-, Kommunikations- und Medienwirtschaft in Sachsen-Anhalt verzeichnet entgegen dem bundesweiten Trend einen Zuwachs. Sachsen-Anhalt sei 2002 mit 4,5 Prozent das einzige Land mit einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen binnen Jahresfrist gewesen, sagte der Geschäftsführer des Instituts für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (isw), Michael Schädlich, am Donnerstag beim Forum eOlympia in Halle. Die Veranstaltung war zugleich Auftakt für das dritte D-Motion Festival für interaktive Medien.
Von den 3000 Unternehmen in diesem Bereich sind laut Schädlich gut 20 Prozent in der Region Halle ansässig. Insgesamt hatte der Wirtschaftszweig in Sachsen-Anhalt im Jahr 2002 rund 15.200 Beschäftigte, 12,2 Prozent mehr als 1999. Nach isw-Studien will mehr als jedes dritte Unternehmen in den kommenden drei Jahren seine Mitarbeiterzahlen erhöhen. In der Perspektive rechne er für Sachsen- Anhalt mit bis zu 25.000 Beschäftigten, sagte Schädlich. 30 Prozent der Unternehmen beurteilten ihre Lage als gut und blicken optimistisch in die Zukunft.
Nach dem Willen der Landesregierung soll die Stadt Halle zum Zentrum moderner Medien in Sachsen-Anhalt werden. So wird im kommenden Jahr ein Multimedia-Zentrum eröffnet. Vor drei Jahren hatte die Stadtverwaltung Halle die Initiative Halle digital gegründet, um Netzwerke und Kooperationen zu fördern. Nach Meinung von Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler (SPD) war dies ein voller Erfolg. Das isw hatte die Umsetzung übernommen und unter anderem mit weiteren Partnern die Reihe "eForum" zu jeweils unterschiedlichen Themen gestartet. Beim Forum "eOlympia" stand am Donnerstag die Frage im Mittelpunkt, inwiefern die Leipziger Olympia-Bewerbung Impulsgeber für die heimische IT- und Medienwirtschaft sein kann. (dpa)/ (tol)