Themenmolekül: Atomkekse
Glasers gesammelte Linkwolke aus der Welt der Wissenschaft und Technologie. Heute: Von Möbelmolekülen über schöne Kunst aus Würmern hin zu wissenschaftlichen Keksen.
- Peter Glaser
Auf meinen Expeditionen durch das Netz finde ich immer wieder bemerkenswerte Informationsatome, die sich im Lauf der Zeit zu digitalen Themenmolekülen verbinden. Gelegentlich möchte ich der geneigten Leserschaft an dieser Stelle solche Link-Gravitationswolken aus der Welt der fröhlichen Wissenschaft und Technologie vorlegen. Heute: Von Möbelmolekülen über schöne Kunst aus Würmern hin zu wissenschaftlichen Keksen.
Möbelmoleküle: Da ist wohl jemand als Kind gern in den Kindergartenkugelhaufen bei Ikea rumgekrabbelt: molekülförmiges Mobiliar – Mag-Neato ist eine Studie von Council Design zum Sitzen der Zukunft.
"Molecule" von Davide Tonizzo (designD) ist ein System "unendlicher Möbel", das von dem Baukastenprinzip von Molekülen inspiriert wurde.
Canonbells: Soll noch einer sagen, Ingenieure seien Schreibtischmenschen – hier lassen finnische Intel-Ingenieure sich als menschliche Kanonenkugeln an die Röhren eines gigantischen Glockenspiels schießen, um die "Intel Inside"-Kennmelodie ertönen zu lassen.
Wissenschaftler vom Argonne National Laboratory und der Northwestern University haben eine Methode entwickelt, winzige Zahnräder von Bakterien antreiben zu lassen. Wenn sich die Zahnräder in logische Gatter verwandeln ließen, könnte man einen bakteriengetriebenen Rechner bauen.
Antiaufklärung: In einer amerikanischen Toys "R" Us-Abteilung für Wissenschaftsspielzeug stehen Elfen, wundert sich Madeline Ashby."Our theory is that Toys R' Us committed a classic logic fallacy: science = nerdy; elves = nerdy; elves = science. It's the only explanation we can think of for what is an epic failure of toy taxonomy."
"What's Eating You? Parasites - The Inside Story" ist ein prima Kinderbuch über Parasiten. Ein wunderbares Begleitbuch für einen Nachmittag mit einem Vergrößerungsglas im Park.
Zehn Wissenschafts-Stories, die das Jahrzehnt verändert haben – vom Large Hadron Collider, der sich wieder berappelt hat, über Gesichtstransplantationen hin zum ersten Blick auf einen Exoplaneten.
Woher Babies kommen, die technische Theorie: Illustration aus der Zeitschrift "Sexology: Sex Science Illustrated" vom Mai 1957.
Sensor-Hack: Der Hydrologe Willem Luxemburg von der Technischen Universität Delft demonstrierte anlässlich eines Treffens der American Geophysical Union einen gehackten Wasserstandssensor aus einer Wiimote und kleinen Plastikbooten.
Eine Galerie sehr ansprechend visualisierter, großer Graphen.
Süßigkeiten für Biochemiker: Petrischalen-inspirierte Kekse. Weitere Wissenschaftskekse aus der selben Quelle: Drosophila melanogaster,Periodensystem-Kekse, Atomkekse, Zebrafisch-Kekse und Gel-Elektrophorese-Kekse.
Die "Federation of American Scientists" hat ein Videospiel namens "Immune Attack" entwickelt, mit dem Schüler spielerisch in die Grundlagen der Zellbiologie eingeführt werden sollen. In dem Spiel muss man einen Nanobot durch eine 3D-Umgebung aus Blutgefäßen und Bindegewebe navigieren, um das Immunsystem eines Menschen gegen Infektionen zu stärken. (Download hier, Windows only)
Hochinteressante nerdige beziehungsweise wissenschaftliche Tätowierungen.
“Our Place in the Cosmos” aus der Serie "Symphony of Science" mit Ausschnitten aus Carl Sagans "Cosmos", Richard Dawkins Serie "Genius of Charles Darwin", Dawkins TED-Vortrag, der "Universe"-Serie von Stephen Hawking, einem Interview mit Michio Kaku über Physik und Aliens sowie Bildern aus Baraka, Koyaanisqatsi, der Serie "Universe" des History Channel und "Cosmic Voyage" von IMAX.
Anschauliche Quantenphysik: "Ich wünschte", schreibt Rosa Golijan drüben bei Gizmodo, "dass Julian Voss-Andreae einige dieser Skulpturen zu meiner Schulzeit gemacht hätte. Auch wenn man nicht behaupten kann, dass sie die Konzepte der Quantenphysik akkurat abbilden – es wäre mit diesen Anblicken wesentlich interessanter gewesen, etwas über Bosonen und Fermionen zu lesen."
Hier einige der preisgekrönten Fotografien der "2009 Olympus BioScapes Photo Digital Imaging Competition".
Das virtuelle Laborjournal des College of Charleston, von Dr. Stephanie Dellis.
Brian Knep, Artist in Residence an der Harvard Medical School, macht mit Hilfe kleiner Nematoden - des Wurms Caenorhabditis elegans - schöne Kunst.
Zehn außergewöhnliche arithmetische Innovationen.
(bsc)