Indische Behörden-Sites als Tummelplatz für Netz-Angreifer
Die indische Regierung hat es bislang offenbar vollständig versäumt, Maßnahmen zur Sicherung ihrer Internet-Server zu treffen, und holt erst jetzt Angebote von IT-Firmen dafür ein.
Weil die indische Regierung es bislang offenbar vollständig versäumt hat, Maßnahmen zur Sicherung ihrer Internet-Server zu treffen, stellen diese bislang ein Eldorado für Angreifer aus dem weltweiten Netz dar. Das berichtet die Online-Ausgabe der englischsprachigen "Times of India" heute unter Berufung auf J. C. Mohanty, einen Mitarbeiter der für Informationstechnik zuständigen Dienststelle.
Nach Darstellung der Zeitung sind bislang verschiedene regierungseigene Netzwerke infiltriert worden, wobei auch E-Mail-Accounts von Regierungsbediensteten missbraucht worden seien. Ein unter dem Pseudonym "Darren Warren" auftretender angeblicher Mitarbeiter einer amerikanischen IT-Sicherheitsfirma behauptet, sich im Auftrag seines Arbeitgebers in etliche Server der indischen Regierung gehackt und "wichtige Daten" heruntergeladen zu haben.
Mohanty zufolge gibt es bislang keine Sicherungsmaßnahmen wie Firewall-Installationen für die fraglichen Server. Man sei gerade erst dabei, dergleichen aufzubauen. Die Regierung habe Angebote einschlägiger Anbieter von Sicherheitslösungen eingeholt, und bis 15. Januar des kommenden Jahres solle das Sicherheitsproblem gelöst sein. Bis dahin habe man keine Möglichkeit, den Aktivitäten der Hacker auch nur nachzugehen, geschweige denn Einhalt zu gebieten. (psz)