Ixos-Chef sieht Bedarf für weitere Fusionen

Die auf Dokumenten- und Archiv-Management spezialisierte Softwarefirma sieht auch nach der Übernahme durch Open Text die Notwendigkeit weiterer Zukäufe, schließt aber auch den eigenen Aufkauf nicht aus.

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Von
  • Jürgen Kuri

Die auf Dokumenten- und Archiv-Management spezialisierte Softwarefirma Ixos sieht auch nach der Übernahme durch Open Text die Notwendigkeit weiterer Zukäufe. "Wenn man in dem Geschäft zu den führenden Unternehmen gehören will, muss man in drei bis fünf Jahren zwischen 500 Millionen Dollar und 1 Milliarde Dollar Umsatz machen", sagte Ixos-Chef Robert Hoog der Financial Times Deutschland.

Beim so genannten Enterprise Content Management (ECM), der Verwaltung von Firmeninformationen, kämen beide Anbieter im laufenden Geschäftsjahr nur auf zusammen 400 Millionen Euro. Laut Hoog dürfte das Übernahmeangebot von Open Text an die Ixos-Aktionäre an diesem Montag veröffentlicht werden. Die Kanadier wollen bis zu 223 Millionen Euro für Ixos zahlen. Da die Großaktionäre, die Wagniskapitalfirma General Atlantic Partners und die Ixos-Gründerfamilien, bereits grünes Licht gegeben hätten, sieht Hoog für die Übernahme kaum noch Hindernisse.

Der Markt für ECM-Software wächst laut Hoog derzeit um fünf bis zehn Prozent pro Jahr. Zwar hielten sich bekannte Software-Häuser noch zurück, der Ixos-Firmenchef erwartet aber, dass sich dies ändert -- und verweist dabei vor allem auf Microsoft, Oracle und Peoplesoft. Auch die neue Firma aus Ixos und Open Text könnte ein Übernahmekandidat werden, meinte Hoog gegenüber der Zeitung: "Die Tatsache, dass wir jetzt mit Open Text zusammen sein werden, sagt nicht, dass wir bis ans Ende unserer Tage ein unabhängiges Unternehmen sein werden." Ixos erwartet im laufenden Jahr zehn Prozent Umsatzwachstum auf etwa 140 Millionen Euro. Nach einem Verlust von 4 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr seien nun wieder schwarze Zahlen erreichbar. (jk)