Ver.di protestiert gegen Ausbildungsplatz-Abbau bei der Telekom
Der Abbau von Lehrstellen werde zwar diskutiert, genaue Zahlen gebe es aber nicht, hieĂź es bei der Telekom.
Rund 300 Mitarbeiter der Deutschen Telekom haben am Montag in Bonn gegen einen Abbau von Lehrstellen bei dem Konzern demonstriert. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di plant die Telekom, im kommenden Jahr statt der jährlich 4000 neuen Auszubildenden nur noch die Hälfte einzustellen. Angesichts des erfolgreichen Schuldenabbaus und eines Überschusses von 1,6 Milliarden Euro in den ersten drei Quartalen 2003 sei das völlig unverständlich, kritisierte ver.di. Der in der Tat hohe Anteil an Auszubildenden im Konzern müsse deshalb weiter erhalten bleiben.
Ein Telekom-Sprecher sagte, der Abbau von Lehrstellen werde zwar diskutiert, genaue Zahlen gebe es aber nicht. Im kommenden Jahr werde die Zahl neuer Auszubildender "irgendwo zwischen 1000 und 4000 liegen". Insgesamt gebe es derzeit bei der Telekom mehr als 11.000 Auszubildende. Bei bundesweit etwa 175.000 Mitarbeitern entspreche das einer Ausbildungsquote von rund 7 Prozent. Diese liege deutlich ĂĽber dem Durchschnitt in Deutschland. (dpa) / (jk)