Neues Rekord-Wachstum beim weltweiten Chipabsatz
Nach dem Rekordwachstum im September kann sich die Chipindustrie im Oktober schon wieder über eine neue Bestmarke freuen: Erneut wurde der stärkste monatliche Umsatzanstieg seit 1990 verbucht.
Nach dem Rekordwachstum im September kann sich die Chipindustrie im Oktober schon wieder über eine neue Bestmarke freuen: Wieder wurde der stärkste monatliche Umsatzanstieg seit 1990 verbucht. Der weltweite Chipumsatz stieg im Vergleich zum Vormonat um 6,8 Prozent auf 15,4 Milliarden US-Dollar, teilte der amerikanische Branchenverband Semiconductor Industry Association (SIA) mit. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 23,3 Prozent. Auch der gleitende Mittelwert aus drei Monatsergebnissen verbesserte sich im Oktober (Zeitraum Augsut/September/Oktober) um 18,2 Prozent gegenüber dem Zeitraum Mai/Juni/Juli.
"Der Oktober ist traditionell ein starker Monat für unsere Industrie, aber dieses Ergebnis übersteigt die Norm", sagte SIA-Präsident George Scalise. Der Gesamtumsatz im laufenden Jahr wuchs im Jahresvergleich bereits jetzt um 16,4 Prozent. Besonders die gestiegene Nachfrage von Verbrauchern und Firmen (ein Plus von 6,4 beziehungsweise 18,4 Prozent) nach Computern habe auch die Verkäufe bei den Halbleiterfirmen nach oben getrieben. So sei der Umsatz bei DRAM um 8 Prozent, der bei Mikroprozessoren um 6,8 Prozent gestiegen. Auch der Markt für Mobilfunk und andere drahtlose Techniken habe stark angezogen; bei Flash-Speichern habe es daher ein Wachstum von 12,7 Prozent und bei Digitalen Signalprozessoren (DSP) um 9,3 Prozent gegeben.
Den niedrigsten Umsatzzuwachs im Jahresvergleich verbuchten Nord- und Süd-Amerika mit 10,9 Prozent. Europa legte um 20,8 Prozent zu, Japan um 24,8 Prozent und der asiatisch-pazifische Raum (ohne Japan) sogar um 31 Prozent, wofür vor allem der chinesische Markt mit seinem Handy-Boom verantwortlich gemacht wird. Im Vergleich zum Vormonat zeigt sich aber, dass auch der amerikanische Markt wieder besser dasteht: Die Chip-Umsätze wuchsen um 6,7 Prozent. In Japan kletterten sie gegenüber dem Vormonat dagegen nur um 5,9 Prozent und im übrigen asiatisch-pazifischen Raum um 6,2 Prozent. Den stärksten Zuwachs gegenüber dem Vormonat erzielte Europa mit 9,3 Prozent. (jk)