Schnäppchen-Portal FatWallet schlägt zurück
Das US-Schnäppchenjäger-Portal hat gegen drei Einzelhandelsketten Klage wegen Missbrauch des US-Urheberrechts Digital Millennium Copyright Act eingereicht.
Das US-Schnäppchenjäger-Portal FatWallet.com hat gegen drei Einzelhandelsketten Klage wegen Missbrauch des US-Urheberrechts Digital Millennium Copyright Act (DMCA) eingereicht, berichtet das Wall Street Journal. Best Buy Enterprise Services, Kohl's Department Stores Inc. und die Target Corp. sollen unter Berufung auf den DMCA das von der Verfassung garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung der FatWallet-User beschränkt haben.
Bei den beanstandeten Informationen geht es um vorab bekannt gewordene Angebote für den "Black Friday", der auf das Thanksgiving-Fest folgt. Da viele US-Amerikaner an diesem Tag frei haben und er traditionell für die ersten Weihnachtseinkäufe genutzt wird, ist er sehr bedeutend für den Jahresumsatz der Einzelhändler. Diese versuchen Informationen über Schnäppchen lange geheim zu halten, um so viele Kunden wie möglich in ihre Geschäfte zu locken. Auf Internet-Sites wie FatWallet werden jedoch -- oftmals unter Berufung auf Informationen von Angestellten -- Details zu den Schnäppchen manches Mal Wochen vor dem Stichtag gepostet.
Wal-Mart, Target, Best Buy und Staples hatten den Verbraucherservice bereits im vergangenen Jahr per einstweiliger Verfügung unter Berufug auf den DMCA dazu gezwungen, Informationen über ihre Produkte aus dem Internet-Angebot zu entfernen. Auch in diesem Jahr hatten Best Buy, Target and Kohl's FatWallet aufgefordert, Einzelheiten ihrer Angebote wieder zu löschen. Best Buy erwirkte außerdem einen Gerichtsbeschluss, um die Identität eines Posters feststellen zu lassen. Wal-Mart wollte dagegen in diesem Jahr nicht gegen FatWallet vorgehen. (wst)