Ă–sterreichischer Senderkataster geht online

Verzeichnet sind Rundfunkstationen und Mobilfunksender unter anderem mit Angaben ĂĽber die Sendeleistungen.

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Seit dem heutigen Mittwoch ist ein österreichischer Senderkataster online zugänglich. Darin hat der Mobilfunker-Verband FMK (Forum Mobilkommunikation) alle ORF-Rundfunkstationen (UKW, KW, MW, TV sowie Feldtest-Anlagen für DAB und DVB) und Mobilfunksender (GSM, UMTS, nicht jedoch TETRA) verzeichnet. Private Rundfunkanlagen sollen bald hinzugefügt werden. Nach Eingabe einer Postleitzahl und eines Ortsnamens in einem Browserfenster (Javascript ist dafür erforderlich) wird eine Straßenkarte angezeigt, auf der die Emitter durch Punkte eingezeichnet sind.

Führt man den Mauszeiger auf einen solchen Punkt, wird angezeigt, um welche Art von Sender es sich handelt (Rundfunk, GSM oder UMTS), zudem werden rudimentäre Informationen über die Leistung angezeigt. Bei Rundfunksendern werden die ausgestrahlten Programme sowie der Senderausgangswert in Watt angegeben, Mobilfunksender sind in klein (<15W), mittel (15W<>50W) und groß (>50W) nach der maximalen Sendeeingangsleistung des stärksten Sektors klassifiziert. Werden an einem Standort mehrere Anlagen betrieben, werden deren Werte addiert. Angaben über den oder die jeweiligen Netzbetreiber sind nicht verfügbar.

Theoretisch kann man sich durch der Karte bewegen und zoomen, allerdings ist der Server bereits kurz nach Start unter der Last der Anfragen zusammengebrochen. Die Standortdaten, die "aus datenschutzrechtlichen GrĂĽnden" nicht metergenau erfolgen, sollen jeweils im auf das dem Quartalsende folgenden Monat aktualisiert werden und den Stand zum Quartalsultimo ausweisen. Das FMK kommt mit dem Senderkataster einer wiederholten Forderung von BĂĽrgerinitiativen und verschiedener Politiker nach. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)