ZDF stellt Zeitplan fĂĽr digitales Antennenfernsehen vor

DVB-T hat nach Darstellung von ZDF-Intendant Markus Schächter nach erfolgreichem Start in Berlin/Brandenburg seine Feuerprobe bestanden.

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  • JĂĽrgen Kuri

Das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) hat nach Darstellung von ZDF-Intendant Markus Schächter nach erfolgreichem Start in Berlin/Brandenburg seine Feuerprobe bestanden. Der Mainzer Sender werde sich daher weiter aktiv an den Länderinitiativen zur Einführung des DVB-T beteiligen, sagte Schächter laut dpa bei der ZDF-Fernsehratssitzung am Freitag in Mainz. Bei der Umstellung auf DVB-T entstehe neben Satellit und Kabel ein dritter digitaler Fernsehzugang. Bis spätestens 2010 soll der bundesweite Umstieg von der analogen auf die digitale Technik vollzogen sein.

Mit ZDF.mobil habe das ZDF ein komplettes, auf den mobilen Nutzer zugeschnittenes Multimediaangebot zusammengestellt, das Hauptprogramm, infokanal, Kinderkanal, dokukanal und 3sat umfasse, betonte Schächter. Damit würden die Zuschauer mit der ganzen Bandbreite an Information, Dokumentation und Unterhaltung über DVB-T versorgt. Der multimediale Datendienst ZDF.digitext bündele das Programmangebot. Hauptvorteil des "Überall-Fernsehens" ist nach Ansicht des ZDF-Intendanten der portable und mobile Empfang: "Drahtlos lassen sich die digitalen Fernsehsignale sowohl im Haus als auch im Freien übertragen."

Im Herbst 2004 soll in Hessen der Ballungsraum Frankfurt/Wiesbaden/Mainz umgestellt werden. Hier wäre ein Potenzial von 7,5 Millionen Einwohner über Dachantenne erreichbar, erklärte Schächter. Später sollen auch Kassel, Mittelhessen und Fulda/Vogelsbergkreis erschlossen werden. In München und Nürnberg soll der TV-Empfang per DVB-T ebenfalls im Oktober 2004 starten, Ende Mai sollen bereits Hannover, Bremen und Köln mit DVB-T-Übertragungen versorgt werden. (jk)