Canon-Partner Goeke GmbH wandelt sich zum Canon Business Center

Auch 2010 setzt der Druckerhersteller seinen strategischen Kurs fort, etablierte Channel-Partner als eigene Vertriebsniederlassungen in den Canon-Konzern zu integrieren. Seit 1. Januar ist auch die Goeke GmbH ein CBC.

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Jeppe Frandsen, Geschäftsführer Canon, will sich 2010 auf "unabhängige" CBCs konzentrieren

(Bild: Canon)

Das "druckende Systemhaus", die Dortmunder Goeke GmbH, ist der jüngste – und nach Aussage von Canon-Chef Jeppe Frandsen vorerst letzte – Neuzugang unter den Canon Business Centern (CBC). Zum 1. Januar 2010 hat Goeke seine Unabhängigkeit aufgegeben und rückt unter das Dach der hiesigen Canon-Landesgesellschaft – die Zustimmung des Bundeskartellamtes vorausgesetzt. "Mit der Übernahme von Goeke gewinnen wir einen der größten Fachhandelspartner hinzu und stärken unsere Präsenz in Nordrhein-Westfalen", freut sich Frandsen, Geschäftsführer der Canon Deutschland GmbH.

Mit einem Umsatz von 41 Millionen Euro erzielte die Goeke GmbH 2009 das beste Geschäftsergebnis seit der Gründung 1983. Das trotz der aktuelle Erfolge die Entscheidung zur Integration in den Canon-Konzern getroffen wurde, begründet Geschäftsführer Andreas Heiermann mit den "innovativen Produkten, optimalen Perspektiven und der Sicherheit für die Zukunft, die Canon uns für das neue Jahrzehnt bietet". Für den Hersteller wiederum waren vor allem da breit gefächerte Know-how und die große Fachkompetenz, insbesondere im Lösungs- und Großkundengeschäft ausschlaggebende Kriterien für die Übernahme, wie Frandsen erläutert.

In den vergangenen Jahren hatte Canon schon zahlreiche langjährige Vertriebspartner als CBCs in das Unternehmen integriert – zuletzt unter anderem Saxocom, Schulz Bürozentrum sowie Thiesbrummel und Telekopie. Diese im Jahr 2006 angekündigte Strategie in Bezug auf 100-Prozent-Beteiligungen an Fachhändlern, mit denen Canon weiter wachsen will, sei mit der Übernahme von Goeke nun jedoch abgeschlossen – 2010 habe sich Canon neue Ziele gesetzt, betonte Frandsen.

Anstatt Vertriebspartner vollständig in das Unternehmen zu integrieren, will der Hersteller künftig "unabhängigere" CBCs etablieren – die sogenannten CBC-Partner. Dabei handelt es sich nach Frandsens Erläuterungen um Fachhändler, an denen sich Canon nicht beteiligt und die im Hinblick auf IT-Lösungen auch völlig unabhängig vom Druckerhersteller agieren. Lediglich im Hinblick auf den Geschäftsbereich Outputmanagement verpflichten sich die CBC-Partner, exklusiv Canon-Produkte zu offerieren. Im laufenden Jahr will Frandsen 5 bis 10 der unabhängigen CBCs gründen – Vorreiter sei beispielsweise die Mannheimer EWS GmbH, die schon 2008 den Status eines CBC verliehen bekam. (map)