CES

Gaming-Notebook mit 11,6-Zoll-Bildschirm

Alienware präsentiert mit dem M11x eine praxistaugliche Mischung aus Sub- und Gaming-Notebook.

vorlesen Druckansicht 45 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Alienwares Gaming-Notebook M11x mit 11,6-Zoll-Bildschirm

Dells Tochterunternehmen Alienware hat auf der CES das Gaming-Notebook M11x vorgestellt. Das Besondere: Das M11x ist kein schweres Desktop-Replacement-Gerät, sondern spielt mit seinem 11,6-Zoll-Bildschirm eher in der Liga von Subnotebooks.

Im M11x arbeiten nicht Intels Anfang der Woche vorgestellte ULV-Prozessoren mit Nehalem-Innenleben, sondern noch die Vorgänger-Generation Core 2 Duo; in den Demo-Geräten befand sich das Modell U7300 mit 1,3 GHz. Als Grafikchip kommt Nvidias GeForce GT 335M zum Einsatz. Eine solche Kombination aus vergleichsweise langsamem ULV-Prozessor und flottem Mittelklasse-Grafikchip hat es bislang noch nicht gegeben, doch sie schlägt sich erstaunlich wacker: Dell führte das Spiel Modern Warfare 2 vor, das mit aufgedrehten Detailreglern nicht nur schick, sondern auch flüssig in der nativen Displayauflösung 1366 × 768 dargestellt wurde – die Bildwiederholraten befanden sich durchgängig bei 30 FPS oder mehr.

Zusätzlich hat Dell auch an die Akkulaufzeit gedacht: Will man nicht spielen, so lässt sich der Geforce-Chip dank Hybrid-Grafik im Betrieb abschalten und die Chipsatzgrafik GMA 4500MHD übernimmt. Da bei abgeschaltetem Grafikchip nur noch besonders stromsparende ULV-Komponenten arbeiten, soll der fest eingebaute Akku über sechs Stunden durchhalten. Bei aktivem Grafikchip ist selbst bei geringer Systemlast nur noch die Hälfte drin. Spielt man im Akkubetrieb, so kann der Akku schon nach einer Stunde leer sein – je nachdem, wieviel Grafiklast das Spiel erzeugt.

Da der Grafikchip unter Last bis zu 35 Watt Abwärme erzeugt (soviel verbraten Prozessor und Chipsatz im Worst-Case-Szenario gemeinsam), musste Dell eine leistungsstarke Kühllösung integrieren, die sowohl auf das Gewicht als auch auf die Dicke durchschlägt: Mit rund zwei Kilogramm und einem über zwei Zentimeter dicken Unterbau ist das M11x weit von den Eckdaten entfernt, die man bislang mit üblicherweise dünnen und leichten Subnotebooks mit gleicher Bildschirmdiagonale in Verbindung brachte; dennoch sind die Werte praxistauglich.

Trotz der Gehäusedicke fanden die Entwickler weder Platz für ein optisches Laufwerk noch für einen ExpressCard-Schacht; als Schnittstellen sind drei USB-2.0-Ports, FireWire sowie VGA, HDMI und DisplayPort vorgesehen. Der Verkauf des M11x soll im Frühjahr weltweit zum gleichen Zeitpunkt starten. In den USA sollen die Preise bei unter 1000 US-Dollar beginnen; deutsche Preise stehen noch nicht fest. (mue)