3D beschert deutscher Kinobranche ein Rekordjahr
Mit Rekordzahlen bei Ticketverkäufen und Umsatz zieht die Branche eine positive Bilanz des Kinojahrs 2009. Maßgeblich am Erfolg beteiligt waren 3D-Filme, die sich steigender Beliebtheit erfreuen.
Das Kinojahr 2009 war wie erwartet ein gutes: Rekorde bei Umsatz und Zuschauerzahlen meldete am Freitag der Verband der Filmverleiher (VdF Kino) in Berlin. Mit fast 143,85 Millionen Zuschauern gingen im vergangenen Jahr 16 Prozent mehr Tickets als noch 2008 ĂĽber den Tresen. Der Gesamtumsatz kletterte um 25,1 Prozent auf 964,83 Millionen Euro. MaĂźgeblichen Anteil am Rekordergebnis hatte der einsetzende 3D-Boom.
Erfolgreichster Film des Jahres war Verbandsangaben zufolge mit über 8,7 Millionen Besuchern "Ice Age 3", der auch in den USA auf der Jahreshitliste stand. Auf den Plätzen folgten "Harry Potter und der Halbblutprinz" (6,1 Millionen Besucher) und "Wickie und die starken Männer" (knapp 5 Millionen Zuschauer). Deutsche Produktionen haben einen Anteil von rund einem Viertel der Ticketverkäufe und des Umsatzes.
"Wir beobachten einen wachsenden Trend im Bereich 3D-Digital“, erklärt Andreas Kramer, Geschäftsführer des Verbands der Kinobranche (HDF Kino). "Denn digitale 3D-Produktionen wie etwa 'Avatar' bieten ein einmaliges Kinoerlebnis, das vom Besucher sehr gut angenommen wird." 3D-Filme lockten die Zuschauer vor allem in der zweiten Jahreshälfte ins Kino.
Absoluter Publikumsmagnet war James Camerons Avatar, den in der kurzen Zeit zwischen Deutschlandstart und Jahreswechsel 3,9 Millionen Besucher sehen wollten, davon über 2,5 Millionen in 3D. Insgesamt konnte sich Avatar in nur zwei Wochen auf dem fünften Platz der Jahrescharts etablieren. Weltweit hat der aufwändig produzierte SF-Film inzwischen über eine Milliarde US-Dollar eingespielt. (vbr)