T-Mobile hofft auf "vernĂĽnftige Einigung" bei Virgin Mobile

Das deutsche Unternehmen zieht einen Rückzug aus dem Joint-Venture mit Virgin in Erwägung.

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Torge Löding

In nächster Zeit könnte es zu einer Einigung zwischen T-Mobile UK und Virgin beim gemeinsamen Joint-Venture Virgin Mobile kommen. Seit geraumer Zeit gibt es Probleme zwischen den beiden Unternehmen, die jeweils 50 Prozent des Joint-Ventures besitzen. Während T-Mobile das Netz für die Virgin-Mobile-Kunden zur Verfügung stellt, kümmert sich Virgin um das Marketing. Streit entflammte an der Frage, ab wann ein Kunde als "inaktiv" einzustufen sei. T-Mobile möchte, dass inaktive Kunden binnen drei Monaten ausgebucht werden, während Virgin für diese Teilnehmer ein halbes Jahr lang von T-Mobile einen Marketing-Zuschuss kassieren will. Anfang des Jahres hatten sich die beiden Unternehmen dann auch schon einmal vor Gericht auseinander gesetzt.

Gegenüber heise online sagte T-Mobile-Sprecher Christian Schwolow, dass es nun aber konstruktive Gespräche zwischen beiden Konzernen gegeben habe. "Eine vernünftige Lösung ist nun durchaus möglich", sagte er. Eine Möglichkeit dazu sei der Verkauf der 50-Prozent-Beteiligung. "Das ist zurzeit aber nicht mehr als ein Gedankenspiel", so der Sprecher; er betonte zugleich, dass T-Mobile davon ausgehe, auch in Zukunft eng mit dem britischen Anbieter zusammenzuarbeiten. Virgin Mobile hat insgesamt 2,5 Millionen Kunden und kam zuletzt auf einen Umsatz von 600 Millionen Euro. (tol)