Microsofts SBS verträgt sich wieder mit der Gegenwart

Microsoft verschickt offenbar auf CDs einen Patch für den Small Business Server 2003 (SBS), mit dem sich das verbilligte Server-Bündel für Kleinbetriebe künftig wieder problemlos aufspielen und rekonfigurieren lassen soll.

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Von
  • Hans-Peter Schüler

Microsoft verschickt offenbar auf CDs einen Patch für den Small Business Server 2003 (SBS), mit dem sich das verbilligte Server-Bündel für Kleinbetriebe künftig wieder problemlos aufspielen und rekonfigurieren lassen soll. Seit dem 24. November scheitert die Installation nämlich an einem ausgelaufenen Sicherheitszertifikat für einige Systembibliotheken der zum Paket gehörigen SharePoint-Services. Bislang wussten die Redmonder Entwickler keine bessere Lösung für das Problem, als den Admins das Zurückstellen des Serverdatums zumindest für den Zeitraum des Setups zu empfehlen.

Wie sich inzwischen herausstellte, beschreitet Microsoft Deutschland einen eigenen Weg zur Problemvermeidung: Sowie das Dilemma mit den nicht mehr validierbaren Libraries bekannt wurde, hat man die Produktion der deutschsprachigen SBS-Ausgabe kurzerhand gestoppt, um die Kunden erst im Januar, dann aber mit einem korrekt installierbaren Paket zu beliefern.

Dieses Vorgehen erweist den Softwarekunden sicher einen besseren Dienst als die Strategie von "Microsofts loyalen Solution Providern", die laut amerikanischen Medienberichten die Schwierigkeiten mit dem englischsprachigen SBS gegenüber ihren Kunden einfach heruntergespielt haben: "Sicher, ein weiterer Glitch in einem Microsoft-Produkt, aber wass solls, Software ist nunmal nicht perfekt." Die Systemverwalter in kleineren Unternehmen, die diesen Job mitunter nur nebenbei übernehmen, dürften den Sachverhalt anders bewerten. (hps)