Unternehmer: Lohndumping rettet Arbeitsplätze

Ein US-Unternehmer beschäftigt Programmierer in Boston mit Gehältern nach indischem Standard.

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Von
  • Torge Löding

Leben in einer Industrienation, aber verdienen wie in einem "Entwicklungsland"? So lautet die kreative Antwort einer kleinen Programmiererbude in den USA. Nach einem Bericht der Businessweek konnte der Geschäftsführer der Firma cMarket seinen Programmierern keine US-üblichen Gehälter mehr zahlen. So einer koste im Jahr 80.000 US-Dollar plus 5000 bis 10.000 Dollar Lohnnebenkosten, rechnete das Magazin vor. Ein Programmierer in Indien koste ihn hingegen nicht mehr als 40.000 Dollar.

Weil es sich bei dem Unternehmer aber um einen mit sozialem Gewissen handele, habe er nach einer Alternative zu einer Verlagerung der Arbeitsplätze ins Ausland gesucht. Und schon war die Idee geboren: Per Anzeige suchte der Firmenchef Programmierer, die in Boston zu einem Gehalt, das mit 45.000 Dollar im Jahr etwas über dem indischen Standard liegt, arbeiten wollen. Er soll auch Grund zum Freuen gehabt haben: Die Bewerber hätten Schlange gestanden, berichtet Businessweek -- und darunter seien auch "richtig gute" gewesen. (tol)