Verwirrung um Internet-Anbieter Access:Seven

In einem Fax bedauert der Geschäftsführer des Internet-Providers, dass er den weiteren Geschäftsbetrieb nicht mehr sicherstellen kann; die Firma dementiert erst, und ist anschließend nicht mehr zu erreichen.

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Von
  • Torge Löding

Der Frankfurter Internet-Anbieter Access:Seven hat seinen Geschäftsbetrieb anscheinend eingestellt. Heise online erreichten eine Reihe von Hinweisen, nach denen die Dotcom-Firma bereits seit vergangenem Freitag ihren Kunden keinen Internet-Zugang mehr bieten kann. Auch die 0800-Service-Hotline sei seither abgeschaltet. Allem Anschein nach sei die Firma zahlungsunfähig. Die Pressestelle von Access:Seven bestritt dies dann allerdings gegenüber heise online. "Hier läuft alles normal; wir haben niemandem die Internet-Anbindung gekappt. Auch ein Insolvenzverfahren wurde nicht beantragt", erklärte die Firmensprecherin.

Nun liegt heise online jedoch ein auf den 10. Dezember datiertes Fax des Geschäftsführers Berend Koerber vor, in dem er darauf hinweist, dass sein Unternehmen den weiteren Geschäftsbetrieb nicht mehr sicherstellen könne. "Die Anstrengungen, eine alternative Gesamtlösung zu erreichen, konnten nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht werden", heißt es in dem Schreiben, das auch gleich eine Reihe alternativer Anbieter mit Bandbreiten ab 2 Mbit/s als mögliche Alternative nennt.

Weitere Anrufe von heise online bei der Firma ergaben jedoch nur: Bei Access:Seven nimmt niemand mehr den Hörer ab. Das verwundert auch Paul Kößler, Vorstand der Adori AG, die Access:Seven im Dezember 2002 übernommen hatte. "Dem geschriebenen Wort können Sie trauen", sagte er mit Verweis auf das Fax von Geschäftsführer Koerber. (tol)