EDS verliert wichtige Ausschreibung
Die britische Steuerbehörde Inland Revenue setzt in den kommenden zehn Jahren auf die Dienste von Cap Gemini Ernst & Young.
Der Verlust eines wichtigen Kunden in Großbritannien macht dem IT-Dienstleister EDS zu schaffen. Das Wall Street Journal berichtet, es könne EDS drei bis vier US-Cent pro Aktie kosten, dass die britische Steuerbehörde Inland Revenue ihren nächsten Zehnjahresvertrag nun mit dem EDS-Konkurrenten Cap Gemini Ernst & Young geschlossen habe. Der Auftragswert wird von der Zeitung mit 5,2 Milliarden US-Dollar beziffert. Der Vertrag von Inland Revenue mit EDS -- der Dienstleister hatte sich gemeinsam mit Accenture um die Wiederauflage des Auftrages beworben -- läuft Ende Juni 2004 aus.
In einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC bestätigt EDS, dass die Niederlage bei der Ausschreibung das Unternehmensergebnis bei Umsatz und Gewinn empfindlich schwächen werde. Ein Unternehmenssprecher wollte allerdings keine Auskunft darüber geben, wie hoch der Verlust tatsächlich sein werde. Der nun auslaufende Servicevertrag mit Inland Revenue hatte etwa 460 Millionen US-Dollar zum Umsatz beigesteuert-- rund zwei Prozent. (tol)