Brennstoffzelle für PDAs

Hitachi hat in seinen Labors eine Methanol-Brennstoffzelle entwickelt, die nicht größer als eine Mignon(AA)-Batterie sein soll.

vorlesen Druckansicht 164 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Daniel Lüders

Hitachi hat in seinen Labors eine Methanol-Brennstoffzelle entwickelt, die nicht größer als eine Mignon(AA)-Batterie sein soll. Nach japanischen und US-amerikansichen Medienberichten soll die Methanol-Brennstoffzelle mit einer 20-prozentigen Methanol-Mischung betrieben werden und einen PDA sechs bis acht Stunden mit Strom versorgen können. Hitachi will die Zelle bereits 2005 in Zusammenarbeit mit der Tokai Corp. zur Serienreife bringen.

Hitachi ist neben NEC und Toshiba bereits der dritte japanische Konzern, der mobile Brennstoffzellen entwickelt. Allerdings ist er der erste, der sich an das Thema für PDAs heranwagt. An Brennstoffzellen für Notebooks wird seit mehr als fünf Jahren intensiv gearbeitet.

Eine Brennstoffzelle besteht aus einer Anode und Kathode, getrennt von einem elektrolytischen Ionenleiter. An der Anode strömt der Brennstoff zu, Platinkörnchen auf der Elektrode wirken als Katalysator, indem sie das Wasserstoff-Elektron ablösen. Übrig bleibt ein Wasserstoff-Ion, das der Elektrolyt zur Kathode durchlässt. Dort reagiert es mit dem Oxidationsmittel Sauerstoff (aus der Luft) zu Wasser. Der Prozess führt auf der Wasserstoffseite zu einem Elektronenüberschuss, auf der Sauerstoffseite zu einem Elektronenmangel.

In der DMFC (Direct Methanol Fuel Cell) strömt Methanol (CH3OH) zur Anode. Bei der Aufspaltung des Methanols an der Anode entsteht unter Beteiligung eines Wassermoleküls neben den Wasserstoff-Ionen für die Kathode auch CO. Um das für die Zellen schädliche CO in CO2 zu überführen, ist dem Platin das Metall Ruthenium beigefügt. Die Ionen diffundieren durch die Elektrolytmembran und reagieren an der Kathode wie bei einer mit reinem Wasserstoff betriebenen Zelle zu Wasser. (dal)