Marktforscher verkünden "Ende des Monopols" von Microsoft Office

Die Marktforscher von Soreon Research haben die Total Cost of Operations der Office-Pakete von Microsoft und Sun sowie OpenOffice 1.1 unter die Lupe genommen.

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Die Marktforscher von Soreon Research haben die Total Cost of Operations der Office-Pakete von Microsoft und Sun sowie OpenOffice 1.1 unter die Lupe genommen. Bei großen und globalen Unternehmen liegen sowohl die Open-Source-Lösung als auch JDS/StarOffice 7 deutlich vor Microsoft Office, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Es könnten in großen Unternehmen Einsparungen bis zu 25 Prozent erreicht werden. Der Kostenvorteil der Alternativen schwinde bei mittleren Unternehmen auf 14 Prozent und bei kleinen Unternehmungen seien die Kostenunterschiede zwischen den Software-Konkurrenten vernachlässigbar. Soreon nimmt diese Ergebnisse zum Anlass, das "Ende eines Monopols" zu verkünden.

Der Vergleich bezieht sich auf die Anwendungsumgebung bei einem kleinen Unternehmen mit zehn Workstations, einem mittleren Unternehmen mit 100 Workstations, einem großen Unternehmen mit 2000 Workstations und einem "globalen Unternehmen" mit 50.000 Workstations. "Das offensichtlichste Sparpotenzial für Unternehmen liegt natürlich bei den Lizenzkosten", resümieren die Marktforscher. Das allein erkläre aber noch nicht den Vorsprung der Microsoft-Alternativen. "Das clevere Support-Modell von Sun, das zu großen Teilen schon in den 100 US-Dollar enthalten ist, senkt die Support- und Administrationskosten eines Unternehmens beträchtlich."

Auf die Frage, warum die Open-Source-Office-Lösungen bei kleinen und mittleren Unternehmen nur in geringem Umfang zum Einsparen beitragen, führt Soreon den Mangel an Open-Source-Know-how in vielen kleineren Unternehmen an und die höheren Schulungskosten für ungewohnte neue Produkte. Während in größeren Unternehmen Schulungen "inhouse und effizient abgewickelt" würden und auch die Administratoren sich guter Linux-Kenntnisse erfreuen, hätten kleinere Firmen Nachholbedarf.

"Dieses Ergebnis kann Microsoft kaum beruhigen. Preissenkungen bei den Lizenzen sind eine Antwort aus Redmond." Auch bei der Unterstützung der Administratoren und Anwender müsse sich Microsoft neue Lösungen einfallen lassen. "Microsoft hat tiefe Taschen und ist bereit, für die Vormachtstellung des MS-Office-Produktes zu kämpfen. Die Kunden werden es danken", schließt Soreon seine Mitteilung. (anw)