Siemens vernetzt Hausgeräte mit Powerline

Siemens hat sein System serve@Home zur Vernetzung von Hausgeräten mittels Powerline vorgestellt.

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Von
  • Daniel Bachfeld

Siemens hat sein System serve@Home zur Vernetzung von Hausgeräten mittels Powerline vorgestellt. Waschmaschine, Geschirrspüler, Kühlschrank und Herd sollen zukünftig über die Steckdose mit einer Leitzentrale in Haus oder Wohnung kommunizieren. Mit einem Windows-Tablet-PC greift man per WLAN auf die Zentrale zu, um die Geräte fernzusteuern und den Status abzufragen. Die Einwahl per Handy ermöglicht auch das Ein- und Ausschalten von unterwegs, beispielsweise um den Herd auszustellen. Die Waschmaschine muss man bislang aber noch vor Ort beladen.

Durch den Einsatz der Powerline-Technik kann man auf die bereits vorhandene Elektroinstallation zurückgreifen. Bauliche Eingriffe wie etwa Aufstemmen von Wänden, zum nachträglichen Verlegen von Datenkabeln und dergleichen, entfallen somit. Der Mehrpreis für serve@Home-fähige Hausgeräte liegt bei 50 Euro. Ein Einschubschacht dient zur späteren Aufnahme eines Powerline-Modems. Das Bediensystem veranschlagt Siemens mit 3999 Euro, wovon allein 2500 auf den Tablet-PC entfallen.

Siemens verwendet nach eigenen Angaben offene Standards. Der europäische Verband der Hausgerätehersteller CECED hat ein eigenes Datenaustauschprotokoll für derartige Anwendungen definiert: CHAIN (CECED Home Appliances Interoperating Network). Später sollen sich auch weitere Sensoren und Aktoren, zum Beispiel für Heizung und Licht, in das Bediensystem einbinden lassen. Siehe dazu auch: (dab)