Die IT-Industrie der USA kommt langsam in Schwung
Das US-amerikanische Handelsministerium hat beobachtet, dass sich nicht alle Bereiche der IT-Wirtschaft gleich gut entwickeln. FĂĽr die Kommunikationsbranche sieht es noch kein Licht.
Die US-amerikanische IT-Industrie, die rund acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, wird in diesem Jahr für 0,8 Prozentpunkte der veranschlagten 2,9 Prozent Wirtschaftswachstum in 2003 verantwortlich sein. Das geht aus der Studie Digital Economy 2003 (PDF, 124 Seiten) hervor, die nun vom US Department of Commerce (DOC) vorgelegt wurde. Die verschiedenen Bereiche der IT-Industrie werden sich dabei unterschiedlich entwickeln: Während die IT-Services dieses Jahr leicht wachsen werde und sich die Computer- und Halbleiterhersteller nach einer großen Krise in den Jahren 2001 und 2002 erholen, werden die Hersteller von Kommunikationszubehör weiter schwächeln.
Seit dem Jahr 2000 sei die Anzahl der Arbeitsplätze in der informationstechnikproduzierenden Industrie um 11,2 Prozent auf 4,8 Millionen im vergangenen Jahr zurückgegangen. In der gesamten Industrie betrug der Schwund zwei Prozent. IT-Fachkräfte, die in der allgemeinen Industrie beschäftigt sind, gibt es mittlerweile 5,9 Millionen. Das sind acht Prozent weniger als 2000. Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Mitarbeiters in der IT-Industrie betrug im vergangenen Jahr 67.440 US-Dollar. Das sind 1,3 Prozent weniger als im Jahr 2001.
Die USA sehen sich als der größte Exporteur von IT-Produkten und -Dienstleistungen der Welt. Dieses Jahr mache die IT-Industrie mitsamt ihren Auslandsfilialen einen Gesamtumsatz von 1,24 Billion US-Dollar. Das seien inflationsbereinigt 6,4 Prozent Wachstum. Dass es trotz dieser Umsatzsteigerung zu einem Außenhandelsdefizit gekommen ist, führt der Bericht unter anderem auf die zunehmende Tendenz von IT-Firmen zurück, im Ausland zu produzieren. (anw)