Ein Grid für Bundesbehörden
Zwei Bundesbehörden können nun via Grid-Netzwerk auf den Superrechner des Deutschen Wetterdienstes zugreifen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD), die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) und das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) haben ihre IT-Infrastruktur durch ein Grid-Netzwerk miteinander verbunden. Die Behörden können nun für arbeitsintensive Aufgaben auf die Superrechner des DWD zugreifen.
Das Netzwerk basiert auf Grid-Software des europäischen Unicore-Forums und wurde mit Unterstützung von IBM eingerichtet. Kern ist ein Unix-System aus Rechnern der IBM eServer pSeries mit knapp 2000 Prozessoren, das dem DWD in Offenbach gehört. Mit dem neuen Grid können die Mitarbeiter aller drei Behörden ihre Aufgaben einfach von ihrem Arbeitsplatz abschicken, da komplizierte Registrierungs- und Autorisierungsvorgänge entfallen, betont IBM.
Die BAW überwacht den Zustand aller schiffbaren deutschen Flüsse und Kanäle. Als Grundlage für ihren Unterhalt und die Ausbauplanung benötigt die BAW zahlreiche Simulationen von Strömungsvorgängen, schildert IBM ein Beispiel. Bisher konnten diese Modelle nur auf dem internen System erstellt werden. Mit Hilfe des Grid ließe sich nun die Zahl der Berechnungen deutlich erhöhen. Falls sich das Projekt bewährt, soll das Netzwerk auch auf weitere Behörden, Forschungseinrichtungen und Universitäten ausgedehnt werden. (anw)