Internet-Fallen für Pädophile
Polizeibehörden aus Großbritannien, Kanada und Australien setzen Links auf Fake-Websites in einschlägige Foren.
Polizeibehörden aus Großbritannien, Kanada und Australien arbeiten zusammen, um über das Internet das Treiben von Pädophilen entscheidend zu stören. In der Operation Pin werden laut BBC Links auf vermeintlich für sie interessante Webseiten in einschlägigen Foren verbreitet. Zudem werden die Webseiten mit eindeutigen Schlagworten für Suchmaschinen versehen. Internet-Nutzer, die an kinderpornographischen Angeboten interessiert sind und auf solchen Seiten landen, bekommen einen Warnhinweis zu sehen: Ihnen drohe eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Außerdem würden ihre Daten an Polizeibehörden in 180 Ländern weitergegeben.
Jim Gamble, Assistant Chief von der britischen National Crime Squad, will mit diesem Vorgehen die Pädophilen verunsichern. Bei jedem Angebot, das sie ansteuern, sollen sie ungewiss sein, ob sie in eine Falle tappen. Als Grundlage für die neue Aktion dienen den Ermittlern Ergebnisse aus der Operation Ore, bei der die Daten von rund 7200 Pädophilen erfasst wurden. Außerdem gab es im Verlauf der Operation 3000 Razzien. 723 Personen wurden verhaftet, von denen 277 bereits verurteilt wurden. (anw)