Autodesk-Software Revit: Berechnende Gebäudemodelle
AutoCAD-Hersteller Autodesk hat eine neue Version des 3D-Gebäudemodellers Revit herausgebracht.
AutoCAD-Hersteller Autodesk hat eine neue Version des Gebäudemodellers Revit herausgebracht. Die ursprünglich von Revit Technology entwickelte Software segelt seit letztem Jahr unter Autodesks Flagge. Mit Revit planen Architekten dreidimensional und können darüber hinaus Art und Menge der verwendeten Bauteile bestimmen oder auch die vermietbare Fläche eines Gebäudes berechnen lassen. Bauteile wie Wände und Decken lassen sich in Beziehung zueinander setzen: Gibt man etwa einer Wand die Eigenschaft, mit dem Dach abzuschließen, können auch komplexere Umbauten am Modell diese Strukturen nicht versehentlich zerstören.
Autodesks Vizepräsident Phil Bernstein räumt ein, dass die meisten Kunden Revit derzeit für die erste Stufe des Gestaltungsprozesses einsetzten, um anschließend die Daten an AutoCAD zum Erstellen "konservativer" 2D-Pläne zu übergeben. Doch immer mehr Nutzer schwenkten laut Bernstein zu einem vollkommen elektronischen Konstruktionsprozess über -- eine Entwicklung, die Autodesk vorantreiben möchte.
Derzeit ist die Software nur über US-amerikanische Händler oder Autodesks Abo-Programm erhältlich, zu einem Preis von 695 US-Dollar pro Jahr. Ob deutsche Architekturbüros jemals in den Genuss der 3D-Software kommen werden, hat der Hersteller noch nicht entschieden.