BMW vernetzt Haus und Auto

Heimautomation macht auch vor dem PKW nicht Halt. Der Münchner Autokonzern erprobt, wie sich Haushaltsgeräte aus dem Auto heraus fernsteuern lassen.

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Von
  • Oliver Lau

"Rechtzeitig von unterwegs den Backofen vorheizen, bringt speziell in der Vorweihnachtszeit beim Plätzchenbacken spürbare Vorteile." So resümiert ein Bewohner des Futurelife-Hauses die jüngst abgeschlossene Testphase, in der BMW die Vernetzung von Auto und Haus erprobt hat.

In dem Test, der zwischen Mai 2002 und November 2003 im Rahmen des ConnectedDrive-Projekts stattfand, wollte BMW feststellen, wie alltagstauglich die Steuerung diverser Haushaltsgeräte aus einem 7er-BMW heraus ist. So konnten die Hausbewohner über den im Fahrzeug eingebauten Internetzugang etwa den Backofen einschalten, Jalousien öffnen und schließen oder die Beleuchtung steuern. BMW zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis der Testphase: Die technische Ausstattung habe sich als stabil und zuverlässig erwiesen, die Bewohner hätten den Zusatznutzen als Komfortgewinn wahrgenommen.

In der anschließenden zweiten Testphase will BMW den Funktionsumfang im Fahrzeug auf sämtliche Hausgeräte erweitern. So sollen beispielsweise auch Wasch- oder Spülmaschine aus der Ferne gesteuert werden können. Besonders vorteilhaft soll dabei sein, die Waschmaschine vor dem Verlassen des Hauses mit Wäsche zu füllen und das Waschprogramm vom Auto aus exakt zu dem Zeitpunkt zu starten, dass die Wäsche bei der Ankunft im Heim fertig ist. Auch an die Gebäudesicherheit denkt man bei BMW: Bilder der im Haus installierten Webcams sollen die lückenlose Beobachtung vom Monitor im PKW aus ermöglichen. Bleibt abzuwarten, wann der Gesetzgeber das Handyverbot beim Fahren auf das Heimautomationsfernüberwachungsverbot ausweitet. (ola)