Ermittlungen gegen MĂĽnchner Softwarefirma FJH eingestellt
FJH war in einer anonymen Anzeige vorgeworfen worden, interne Projekte als Umsatz verbucht und dadurch den Gewinn künstlich in die Höhe getrieben zu haben.
Nach der Einstellung der Ermittlungen wegen Bilanzfälschung erwägt das Münchner Beratungs- und Softwareunternehmen FJH rechtliche Schritte gegen den Anzeigeerstatter. "Wir überlegen, wie wir weiter in dieser Sache verfahren", sagte Finanzvorstand Thomas Meindl am Freitag. "Unser Schwerpunkt war allerdings erst einmal, dass die Ermittlungen eingestellt werden."
FJH war in einer anonymen Anzeige im November vorgeworfen worden, interne Projekte als Umsatz verbucht und dadurch den Gewinn künstlich in die Höhe getrieben zu haben. FJH hatte von Anfang an die Vorwürfe bestritten und sah sich mittels eines Gutachtens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG entlastet.
Die Höhe des durch die Anzeige entstandenen Schadens konnte Meindl nicht benennen. Er verwies auf den Aktienkurs, der nach Bekanntwerden der Vorwürfe zeitweise von rund 25 Euro auf 12,50 Euro abgestürzt war. In Branchenkreisen war der Verdacht geäußert worden, mit der Anzeige werde möglicherweise Kursmanipulation betrieben. Nach dem Ende der Ermittlungen kletterte der Kurs zum Freitagmittag wieder um über 11 Prozent auf einen Stand von rund 20,20 Euro. (dpa) / (jk)