Spitzer Space Telescope lässt tief blicken

Die Infrarottechnik des Weltraumteleskops erlaubt Wissenschaftlern, das Weltall mit neuen Augen zu betrachten.

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Von
  • Oliver Lau

Der Weltraum, unendliche Weiten … jetzt noch ein bisschen unendlicher. Diesen Eindruck hinterlassen jedenfalls die ersten Bilder vom Spitzer Space Telescope, die die NASA veröffentlicht hat. Sie zeigen zum Beispiel die glühende Kinderstube einer jungen Sonne oder die Verwirbelungen einer von Staub durchzogenen Galaxie. "Wie schon Hubble, Compton und Chandra zuvor, wird auch das neue Spitzer-Teleskop bald viele neue Entdeckungen machen", freut sich NASA-Wissenschaftler Dr. Ed Weiler über den jüngsten Spross des Great-Observatories-Programms.

Während die anderen Weltraumteleskope das sichtbare Licht des Alls (Hubble) oder Gamma- (Compton, inzwischen ausgemustert) beziehungsweise Röntgenstrahlen (Chandra) empfangen, tastet Spitzer den Weltraum im Infrarotbereich ab. Das erlaubt es den Wissenschaftlern, ein noch genaueres Bild des Weltalls zu zeichnen, als es die anderen Projekte bislang ermöglicht haben.

Das Teleskop wurde am 25. August 2003 von der Raketenbasis in Cape Canaveral, Florida, ins All geschossen. Es wurde nach Dr. Lyman Spitzer benannt, der bereits Mitte der Vierzigerjahre vorschlug, extraterrestrische Teleskope zu stationieren. (ola)