US-Satellitenfernsehen: Bahn frei für Murdoch
Der australische Medienmogul Rupert Murdoch darf sich den größten US-amerikanischen Anbieter für Satelliten-TV einverleiben.
Der australische Medienmogul Rupert Murdoch darf sich den größten US-amerikanischen Anbieter für Satelliten-TV einverleiben. Am Freitag genehmigte die US-Regulierungsbehörde für Kommunikation (FCC) die umstrittene Übernahme des elf Millionen Abonnenten zählenden DirecTV durch Murdochs News Corporation. Allerdings muss sich Murdoch an zahlreiche Auflagen halten, da es Bedenken gab, NewsCorp werde die Programme seiner Sendergruppe Fox künftig nur noch via DirecTV verbreiten, um Kabelkunden das Satellitenfernsehen "schmackhaft" zu machen.
Die FCC sprach kein explizites Verbot an News Corporation aus, seine Programme ausschließlich via Satellit zu verbreiten, sondern lediglich die Verpflichtung zu einem Schiedgsgerichtsverfahren mit Kabelnetzbetreibern und anderen Anbietern. Darüber hinaus wurde News Corp verpflichtet, bei der Zuteilung der Satellitenkanäle von DirecTV die Programme anderer Sender und seine eigenen gleich zu behandeln.
Mit dem denkbar knappen Segen der FCC -- die drei republikanischen überstimmten die zwei demokratischen Ausschussmitglieder -- hat Murdoch den seit Jahren dauernden Kampf um eine Vormachtstellung im US-amerikanischen Satellitenfernsehen gewonnen. Insbesondere Echostar, der direkte Konkurrent im Übernahmepoker, hatte nach Kräften versucht, die geplante Übernahme zu verhindern.