Zwei Drittel der US-BĂĽrger sind online
Das Wachstum der Internet-Nutzung hat in den USA in den vergangenen Monaten nachgelassen.
Die Anzahl der Internet-Nutzer ist in den USA innerhalb der vergangenen zwei Jahren nicht mehr so stark wie zuvor gewachsen. Im vergangenen Jahr habe es kein Wachstum gegeben und in den Monaten zuvor nur ein leichtes, hat das Pew Internet and American Life Project im August ermittelt. Mittlerweile sind 63 Prozent der US-Bürger ab 18 Jahren online. In dieser Altersklasse ging die Internet-Nutzung zwischen Januar und Dezember 2002 sogar zurück. In der Altersklasse 12 bis 17 Jahre sind dagegen mehr als 75 Prozent online. Insgesamt sind es im August 126 Millionen US-amerikanische Internet-Nutzer gewesen gegenüber 86 Millionen im März 2002.
Die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen haben auch unterschiedliche Schwerpunkte bei der Netznutzung. Frauen suchen eher nach Gesundheits- oder religiösen Informationen, während englischsprachige Hispano-Amerikaner eine Vorliebe für Instant Messaging und Musikdownload haben. Afro-Amerikaner suchen dagegen nach Bildungsinhalten, aber auch religiösen oder spirituellen Informationen. Jüngere Netznutzer holen sich eher Musik aus dem Internet als ältere, die eher nach Gesundheitstehemen oder behördlichen Angeboten Ausschau halten. Im Oktober 2002 hat es insgesamt 36 Millionen US-Amerikaner gegeben, die sich jemals Musik aus dem Internet besorgt haben gegenüber 21 Millionen im Sommer 2000.
E-Mails sind das Kommunikationsmittel der Wahl in den USA. Im Dezember 2002 haben 102 Millionen US-Bürger E-Mails versandt oder erhalten. Das sind 31 Prozent mehr als im März 2000. Auch das Instant Messaging wird immer beliebter. Die Anzahl der Nutzer dieses Kommunikationsmitel wuchs im gleichen Zeitraum um 33 Prozent auf 39 Millionen.
"Das Internet hat sich für viele US-Amerikaner unwiderruflich mit dem alltäglichen Leben verwoben", resümieren die Forscher. Es habe einmal eine Zeit gegen, da das Internet etwas Besonderes war, während es nun für etwa zwei Drittel der US-Bürger zum Leben dazugehöre. Für einige sei es zu einem integralen Bestandteil der Arbeit und der Bildung geworden. Andere halten per Internet Kontakt zu Familie und Freunden. So werde das Netz im Hintergrund ähnlich allgegenwärtig wie Elektrizität, schließt der Bericht. Für die Studie hat das Projekt telefonische Interviews je Erhebungswelle zwischen 1000 und 2200 US-Bürger befragt. (anw)