Symantec erstreitet Schadensersatz von Spammer

George A. Moore jr. ist für Anti-Spamaktivisten kein Unbekannter: Nun muss er wegen des Verkaufs gefälschter Symantec-Produkte per Spam Schadensersatz zahlen.

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  • JĂĽrgen Kuri

George A. Moore jr. ist für Anti-Spamaktivisten kein Unbekannter: Unter anderem mit seiner Firma Maryland Internet Marketing und unter diversen Pseudonymen fiel er immer wieder durch Massen-Mails zur Produktwerbung auf. Moore selbst wollte sich dabei nie als Spammer bezeichnen lassen, denn er verkaufe ja nur Produkte für Dritte -- genau deswegen ging es ihm nun an den Kragen. Symantec gewann vor Gericht einen Prozess gegen Moore und seine Firma: 3 Millionen US-Dollar muss Maryland Internet Marketing als Schadensersatz für den Verkauf gefälschter Symantec-Produkte an die Firma bezahlen. Moore persönlich hat zudem an Symantec eine Summe von 300.000 US-Dollar zu zahlen.

Moore und seine Firma dürfen nach dem Urteil nie wieder nicht authorisierte Produkte herstellen und verkaufen, die Markenrechte von Symantec berühren. Auch ist es Moore untersagt, Spam zur Werbung für Symantec-Produkte einzusetzen. Außerdem müssen Moore und die Marketing-Firma alle Unterlagen herausrücken, die zur Ermittlung gegen andere Hersteller gefälschter Symantec-Produkte hilfreich sein können.

Symantec hatte das Verfahren gegen Moore im April dieses Jahres angestrengt, nachdem rund 11.000 Beschwerden wegen der per Spam verbreiteten Werbung für Symantec-Produkte den Softwarehersteller aufmerksam gemacht hatten. Auf dem Register Of Known Spam Operations (ROKSO) des Spamhaus-Projektes erschien Moore -- auch unter seinem Pseudonym Dr. Fatburn -- lange Zeit als einer der führenden Spammer in den USA. Moore war auch bereits juristisch gegen eine Website vorgegangen, die Informationen zu seinen Aktivitäten veröffentlichte -- hatte den Prozess aber verloren. (jk)