Steigendes Interesse an "Virtueller Fachhochschule"

Im laufenden Wintersemester haben sich rund 600 Studenten eingeschrieben.

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Von
  • Richard Sietmann

Die Zahl der in den Fernstudiengängen und Weiterbildungsangeboten der virtuellen Fachhochschule (VFH) eingeschriebenen Studierenden ist von 170 im Wintersemester 2001/2002 auf 600 im laufenden Halbjahr angestiegen. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mitteilte, überschritten die Bewerbungen für die insgesamt 280 vorhandenen Bachelor-Fernstudienplätze in den Online-Studiengängen der Fachhochschulen Lübeck, Braunschweig/Wolfenbüttel, Brandenburg, Berlin, Emden, Bremerhaven und Wilhelmshaven die Zahl der angebotenen Plätze im laufenden Semester teilweise um das Fünffache.

Die VFH organisiert das Studium länderübergreifend mit einheitlichen Studien- und Prüfungsordnungen. Unter Federführung der FH Lübeck bieten die Fachhochschulen seit dem Wintersemester 2001/2002 auch Online-Kurse und spezielle Module in der Weiterbildung an. Erforderlich sind nur der Computer mit Internetanschluss, studiert wird flexibel und in freier Zeiteinteilung von zu Hause aus -- ein Vorteil, den offenbar auch Berufstätige im Ausland zu schätzen wissen: Nach Angaben des BMBF gaben einige der eingeschriebenen Studierenden Barcelona, Orlando, Wien und Hongkong als ihren derzeitigen Wohnsitz an.

Das BMBF hat das Leitprojekt "Virtuelle Fachhochschule" seit fünf Jahren mit rund 21,6 Millionen Euro gefördert. Unter anderem entwickelten in dem Projekt mehr als hundert Mitarbeiter an zehn Fachhochschulstandorten zwei Bachelor-Studiengänge in der Medieninformatik und dem Wirtschaftsingenieurwesen komplett als Online-Angebot. In dem besonders beliebten Studiengang Medieninformatik werden die ersten Absolventinnen und Absolventen im kommenden Jahr ihre Bachelor-Urkunden entgegennehmen. (Richard Sietmann) / (jk)