Sperrvermittlung im Masterplan der Bundesregierung aufgenommen
Der Sperr e.V. hofft nun auf die Einrichtung einer einheitlichen Sperrevermittlung.
Anfang Dezember hat das Bundeskabinett den Masterplan Informationsgesellschaft Deutschland 2006 beschlossen. Mit diesem Aktionsprogramm will die Bundesregierung die Entwicklung in der Informations- und Kommunikationstechnologie stärken. Neben anderen Projekten wurde auch der Sperr e.V. mit der geplanten Sperrvermittlung darin aufgenommen, so Michael Denck, Vorstandsvorsitzender des SPERR e.V. Durch diese Entscheidung werde die Notwendigkeit einer einheitlichen Sperrvermittlung nach seiner Auffassung nochmals bestätigt.
Ferner hat der SPERR e.V. die Realisierbarkeit der Nummer "116" von unterschiedlichen Experten untersuchen lassen. Alle Experten sind in ihren Stellungnahmen zu dem Schluss gekommen, dass eine "116" für den Dienst einer Sperrvermittlung einrichtbar ist, wenn dies politisch gewollt ist, so Denck. Die technische Realisierbarkeit einer dreistelligen Ziffernfolge "116" als Notrufnummer wurde anfänglich von verschiedenen Seiten immer wieder in Frage gestellt.
Der "Sperr e.V. -- Verein zur Förderung eines einheitlichen Sperrzuganges elektronischer Berechtigungen" setzt sich für eine bundeseinheitliche Rufnummer für das Sperren verlorener EC- und Kreditkarten, Handys, Ausweise und dergleichen ein. Die Gründungsmitglieder, neben zahlreichen Unternehmen auch der IT-Branchenverband Bitkom, wollen dafür eine kurze und prägnante Nummer wie die 116 aktivieren lassen. (Jörg Birkelbach)/ (tol)