Microsoft schließt Vergleich über 60-Millionen-US-Dollar
Im Patentrechtsstreit mit der SPX Corporation um die Whiteboard-Funktionen in NetMeeting konnten sich die Parteien auf einen Vergleich einigen.
Microsoft hat sich damit einverstanden erklärt, gut 60 Millionen US-Dollar an das Tochterunternehmen Imagexpo der SPX Corporation zu zahlen, um den Streit über ein Patent für Echtzeit-Videokonferenz-Software zu beenden.
Ein Gericht in Richmond, Virginia, hatte im November befunden, dass Microsoft unerlaubterweise eine Technik von Imagexpo für die so genannte Whiteboard-Funktion in seiner Konferenz-Software NetMeeting einsetzt. Einer Meldung der New York Times zufolge ist Microsoft mit dieser Einigung gut weggekommen: Die Schadenersatzsumme hätte auch um den Faktor drei höher ausfallen können. Denn das Gericht befand, dass Microsoft sich die Technik wohlwissend um die patentrechtliche Lage zu Eigen gemacht hatte. Das dementiert Microsoft: Die Software sei vollkommen unabhängig entwickelt worden. Die Schadenersatzzahlung ist abzüglich der im Rahmen des Rechtsstreits angefallenen Ausgaben nach Angaben von SPX am 30.12.2003 fällig. (ola)