Leitfaden "Barrierefreies E-Government" des BSI erschienen

Mit der Verabschiedung der "Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung" wurde ein Rahmen vom Staat festgelegt, der die einzelnen Aspekte der behindertengerechten Gestaltung von Webseiten definiert.

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Von
  • Jörg Birkelbach

Das Bundesamt fĂĽr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat nun einen Leitfaden zur Erstellung von barrierefreien E-Government-Anwendungen entwickelt. Er stĂĽtzt sich auf die "Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung" (BITV), mit der am 17. Juli 2002 in Deutschland erstmals ein Rahmen vom Staat festgelegt wurde, der die einzelnen Aspekte definiert, wie Webseiten ohne Barrieren fĂĽr behinderte Menschen zu gestalten sind.

Das Handbuch des BSI richtet sich an Entscheider, Grafiker und Programmierer. Der 133 Seiten umfassende Leitfaden wird im Rahmen des E-Government-Handbuches zum kostenlosen Download bereitgestellt. In insgesamt fĂĽnf Abschnitten werden alle wichtigen Aspekte fĂĽr ein barrierefreies E-Government dargelegt, betonten die Autoren im Vorwort des Werks.

Entscheidungsträgern wird vor allem die Notwendigkeit eines barrierefreien Internet sowie wichtige Gesetze und Richtlinien erläutert. Programmierer finden sehr detaillierte Hinweise für die zu verwendenden Techniken in HTML und CSS. Grafiker erhalten konkrete Erläuterungen, welchen Einfluss das Design auf die Barrierefreiheit hat. Im Abschnitt 4 werden Spezialthemen aufgegriffen, wie E-Mail und Sicherheit in der Informationstechnik. Kapitel 5 gibt Hinweise auf Tools, mit deren Hilfe man Internetseiten auf Barrierefreiheit testen kann. Das Handbuch wird ergänzt um weiterführende Links, Hinweise auf Gesetze und Vordnungen und eine BITV-Checkliste.

An der Erstellung des Handbuchs waren WEB for ALL -- Projekt fĂĽr Barrierefreiheit im Internet in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB) beteiligt.

Zum Thema Barrierefreiheit im Internet siehe auch:

(Jörg Birkelbach) / (jk)