Mitgründer von Asus zieht sich zurück

Wayne Hsieh übt heftige Kritik am Management des Motherboard-Herstellers.

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Von
  • Jürgen Kuri

Die Chefs von Asus (Asustek) sollen Mitarbeiter nicht etwa nach ihren Fähigkeiten, sondern auf Grund ihrer Beziehungen zur Führungsspitze beurteilen: Wayne Hsieh, einer der Mitgründer von Asus, übt in einer E-Mail heftige Kritik an dem Management des Motherboard-Herstellers, berichtet der taiwanische Branchendienst Digitimes. Aktueller Anlass für die Kritik: Nachdem Hsieh mitgeteilt bekommen habe, dass er auf seinem Posten bei Asus durch einen Schulfreund von Asus-Präsident Jonney Shih ersetzt werden sollte, habe er seinen Posten im Direktorium und als Vize-Präsident der Herstellungssparte aufgegeben.

Wayne Hsieh, der 1989 an der Gründung von Asustek beteiligt war, ist laut Digitimes mit rund 6 Prozent der Aktien immer noch der größte Einzelaktionär der Firma. Er schrieb nun, dass es bei Asustek an standardisierten Management-Prozeduren fehle. Dies habe zu Bürokratie und Korruption geführt. Eine offizielle Mitteilung von Asus zum Rückzug von Hsieh gibt es bislang nicht, ebensowenig eine Stellungnahme zu den erhobenen Vorwürfen. (jk)