Polizeicomputer überraschen mit Potenzmittel-Werbung
Polizisten in Philadelphia, Pennsylvania, haben von den Bildschirmen der Bordcomputer ihrer Streifenfahrzeuge kurz vor Weihnachten erstaunliche Informationen ablesen können.
Polizisten in Philadelphia, Pennsylvania, haben von den Bildschirmen der Bordcomputer ihrer Streifenfahrzeuge kurz vor Weihnachten erstaunliche Informationen ablesen können. Wie amerikanische Medien berichten, hat ein Pop-Up die Vorzüge einer "Viagra-ähnlichen" Potenzpille angepriesen und zu deren Erwerb aufgefordert. Der Vorfall, der sogar einen Live-Bericht im TV-Sender NBC10 bewirkte, veranlasste die Polizeibehörde (Obacht, Pop-Ups!) zu einer Beschwichtigung. Kein Einsatz sei dadurch verzögert worden, wird polizeibehördlich versichert.
Der für wissenschaftliche und technische Dienste zuständige Deputy Commissioner Charles Brennan hat Verizon als Schuldigen ausgemacht. Der Provider habe bei etwa 300 neuen Geräten versehentlich eine drahtlose Verbindung zum Internet offen gelassen. "Wir glauben, dass ein Polizist ins Internet gegangen ist, dort eine Pop-Up-Werbung bezogen und diese in unsere Infrastruktur hineingezogen hat. Diese Pop-Up-Werbung hat sich dann selbst auf mehrere Dutzend Computer dupliziert", erklärt sich Brennan den Tathergang.
Einen Hinweis auf mögliche Sicherheitsdefizite kann der Ordnungshüter in dem Vorfall nicht erkennen: "Die sichersten Informationen, die wir haben, werden nicht drahtlos übertragen. Die gehen über Kabel, die durch ein anderes, verschlüsseltes Netz geleitet werden. Selbst wenn da jemand reinkäme, hätte er den Entschlüsselungscode nicht und wüsste nicht, was die Daten bedeuten." Eine Stellungnahme des Ministeriums für Heimatschutz ist noch nicht bekannt. (Daniel AJ Sokolov) (bo)