Softwarehaus FJH nach Betrugsanzeige mit deutlichem Gewinneinbruch

Nach einem deutlichen Gewinneinbruch wegen einer anonymen Betrugsanzeige will das Softwareunternehmen FJH im Jahr 2004 wieder an die Gewinne von 2002 anschlieĂźen.

vorlesen Druckansicht 14 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Nach einem deutlichen Gewinneinbruch wegen einer anonymen Betrugsanzeige will das Softwareunternehmen FJH im Jahr 2004 wieder an die Gewinne von 2002 anschließen. Dieses Ziel soll durch einen steigenden Umsatz und Kosteneinsparungen erreicht werden, teilte die FJH AG mit. "Ich denke mit Sicherheit, dass wir am Ende des Jahres wieder unsere gewohnte Ertragsstärke erreichen können", sagte Vize-Chef Rainer Herbers. Im vergangenen Jahr brach der Gewinn nach Steuern nach ersten Berechnungen auf 8 Millionen Euro ein. Ursprünglich wollte FJH 2003 seinen Vorjahresgewinn von 16,5 Millionen Euro noch einmal um zehn Prozent steigern.

Mehrere Faktoren seien für den Gewinneinbruch im vierten Quartal verantwortlich, betonte Herbers. Der wichtigste davon seien Ermittlungen wegen einer anonymen Betrugsanzeige, die vor Weihnachten eingestellt worden waren. Zusätzlich hätten zwei Großprojekte mit einem Volumen von insgesamt 25 Millionen Euro Schwierigkeiten gemacht, sagte er. "Die Schieflagen sind jetzt bereinigt." An der Börse wurde der Gewinneinbruch mit Verkäufen quittiert. Der Aktienkurs fiel bis zum frühen Nachmittag um knapp 8 Prozent auf 17,88 Euro. Analysten hatten die Mitteilung als "heftige Gewinnwarnung" eingestuft. (dpa) / (jk)