Fortschritte bei US-Wettbewerbsuntersuchungen gegen Infineon
Aus einem internen Papier des MĂĽnchener Chipherstellers soll hervorgehen, dass Infineon-Mitarbeiter Informationen ĂĽber Preise von DRAM-Chips mit Konkurrenzunternehmen ausgetauscht haben.
Bei den Untersuchungen gegen den Münchner Halbleiterkonzern Infineon wegen Preisabsprachen hat das US-Justizministerium einem Magazinbericht zufolge Fortschritte erzielt. Den Behörden liegen einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Capital zufolge Unterlagen und Zeugenaussagen über Wettbewerbsverstöße vor. Aus einem internen Infineon-Papier gehe hervor, dass Infineon-Mitarbeiter Informationen über Preise von DRAM-Chips mit Mitarbeitern von Konkurrenzunternehmen ausgetauscht hätten. Ein Infineon-Sprecher wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern.
Seit Juni 2002 laufen Ermittlungen der US-Behörden wegen Verletzungen von Wettbewerbsgesetzen in der DRAM-Industrie. Damals wurden bei verschiedenen Gerichten insgesamt 24 Sammelklagen eingereicht, unter anderem gegen Infineon. Im November hatte das Münchner Unternehmen eingeräumt, dass eine Niederlage in einem oder mehreren Verfahren erhebliche negative Auswirkungen auf das Geschäft und die Ertrags- und Finanzlage haben würde. Infineon hat wegen der Verfahren im vierten Quartal 2003 Rückstellungen in Höhe von 28 Millionen Euro gebildet. (dpa)/ (tol)