Wincor Nixdorf kämpft in schwierigem Markt
Während beim Geldautomaten- und Kassensystem-Hersteller im vorigen Quartal das Brot-und-Butter-Geschäft mit Hardware unter Druck blieb, wuchsen die Erlöse mit Software.
Der Geldautomaten- und Kassensystem-Hersteller Wincor Nixdorf hat auch im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 die Investitionszurückhaltung der Banken und Handelsunternehmen zu spüren bekommen. Während das Brot-und-Butter-Geschäft mit Hardware unter Druck blieb, wuchsen die Erlöse mit Software. Sowohl im Geschäft mit Banken als auch mit Handelsunternehmen fielen die Umsätze, wenn auch der Rückgang im Banking mit 8 Prozent auf 419 Millionen Euro stärker aus als das Minus im Handel. Hier gingen die Erlöse um 1 Prozent auf 188 Millionen Euro zurück, teilte das Unternehmen am heutigen Montag mit.
In den drei Monaten bis Ende Dezember sank der Umsatz im Vergleich zum starken Vorjahresquartal um 6Â Prozent Prozent auf 607 Millionen Euro. Der operative Gewinn lag bei 49 Millionen Euro und damit 13Â Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich erzielten die Ostwestfalen ein Periodenergebnis von 33 Millionen Euro, ein Minus von 6 Â Prozent zum Vorjahr.
Für das gesamte Geschäftsjahr sollen Umsatz und Ergebnis nach Darstellung von Vorstandschef Eckard Heidloff nicht stärker als im Vorjahr zurückgehen. "Kurzfristig erwarten wir weltweit ein unverändert schwieriges Marktumfeld. Die Markt- und Geschäftsentwicklung ist auch weiterhin nur eingeschränkt absehbar." Es gebe aber bereits Regionen, in denen das Geschäft wieder richtig anziehe. "Wir werden ein sehr gutes USA-Geschäft haben", sagte Heidloff der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. In Deutschland gebe es eine Sonderkonjunktur. "Das Software und Service-Geschäft läuft zudem sehr stabil." (anw)