Neue Provisionen für Amazon-Partner
CDs und DVDs bringen nun mehr ein, Bücher dafür weniger.
Viele auch aus Liebhaberei betriebene Webseiten, die Literatur und Bücher zum Thema haben, leiten ihre Leser an passender Stelle zu Amazon.de weiter: Der Online-Buchhändler zahlt einige Prozent Vermittlungsgebühr, wenn jemand über diese Links kauft. Wer als Amazon-Partner in den letzten Tagen seine Provisionsabrechnung untersucht hat, wird sich über neu mit 7,5 Prozent auftauchende Positionen gewundert haben. Dafür waren die bislang für Bücher maximal möglichen 15 Prozent nicht mehr zu finden.
Amazon.de erklärte nun dazu, dass seit dem 1. Januar 2004 neue Provisionssätze gelten; am gestrigen Donnerstagabend wurden die Partner auch davon informiert. Die maximal 15 Prozent für Bücher waren nur in Deutschland üblich und wurden ebenso wie die früher angebotene Portofreiheit von Bücherkäufen durch die Buchpreisbindung gedeckt, die Buchhändlern und Autoren feste Margen sichert. Sie sind nun Vergangenheit.
Stattdessen gelten bei Amazon.de nun neue Regeln: Die Standardprovision beträgt 5 Prozent, Direktlinks können zusätzliche 2,5 Prozent erbringen, Promotionlinks beispielsweise zu Feiertagen 1 Prozent. Links zu nur über Amazon Marketplace erhältlichen Büchern, die Amazon.de also zwar im Katalog, jedoch nicht im eigenen Lager hat, werden mit 2,5 Prozent vergütet, wenn der Amazon-Werbepartner sich für das "gestaffelte Modell" entscheidet. Eigene Käufe werden auch weiterhin nicht provisioniert. Bis zum 26. Januar kann man sich noch für das gestaffelte Modell entscheiden, das vor allem großen Webseiten etwas bringt und für kleine Webmaster eher schädlich sein dürfte. CD- und DVD-Shop-Betreiber dürften sich dagegen freuen, da hier nun bis zu 50 Prozent mehr Provision möglich sind.
Siehe dazu auch:
- Amazon.de: Zukünftig mehr Mainstream in Telepolis
(Wolf-Dieter Roth) / (hob)