NetApp, Cisco und VMware schmieden Allianz
Mit validierten Designarchitekturen auf Basis ihrer Storage-, Netzwerk- und Virtualisierungsprodukte wollen die drei Hersteller insbesondere im Serviceprovidersegment stärker punkten.
Die langjährige Zweckgemeinschaft von NetApp, Cisco und VMware mündet nun in eine offizielle Allianz. Mit validierten Designarchitekturen auf Basis ihrer Storage-, Netzwerk- und Virtualisierungsprodukte wollen die drei Hersteller insbesondere im Serviceprovidersegment stärker punkten. Dienstleister, die beispielsweise IT as a Service (ITaaS) anbieten, sollen geprüfte, multimandatenfähige Rechnzentrumslösungen künftig aus einer Hand beziehen. Die Secure Multi-Tenancy Design Architecture kombiniert die Switches der Nexus-Serie sowie das Unified Computing System von Cisco mit NetApps FAS Storage inklusive MultiStore und VMwares vSphere und vShield Zones.
Vertriebspartnern der drei Hersteller stehen ab sofort entsprechende Blueprints für die Konfiguration und Implementierung einer Komplettlösung für ihre Kunden zur Verfügung. "Die Blueprints dienen dabei als Basis. Unsere Partner können die Lösung dann natürlich um eigene Leistungen und Services ergänzen", erläutert Dieter Schmitt, Director Channel Sales bei NetApp. Neben den benötigten Systemkomponenten und Services finden Fachhandelspartner in den Blueprints auch Informationen zu den benötigten Zertifizierungen.
Da die Allianz keine Verzahnung der jeweiligen Channel-Programme vorsieht, müssen Partner in Sachen Zertifizierung Eigeninitiative an den Tag legen. Von Seiten der Hersteller ist aber Unterstützung angekündigt: "Wir bieten gezielte Spezialisierungen für unsere Partner in diesem Bereich an", ergänzt Schmitt. Angesichts der zunehmenden Popularität von Cloud-Computing-Anwendungen sieht Schmitt gute Geschäftschancen die Lösungen – insbesondere aufgrund der Multimandantenfähigkeit, die Service Providern eine effiziente und wirksame Trennung der Ressourcen verschiedener Nutzer erlaubt.
Während dem Handel im Zuge der Allianz nun alle Informationen und Hilfestellungen rund um die IT-Lösungen gebündelt von den drei Herstellern zur Verfügung stehen, sind Partner bei der Beschaffung aller Komponenten jedoch auf verschiedene Bezugsquellen angewiesen. Denn hierzulande führt – mit Ausnahme von Fujitsu Technology Solutions – kein Distributor alle Produkte im Portfolio. Nach Einschätzung von NetApps Channel-Chef Schmitt stellt dies aber kein echtes Manko dar: "Unsere Partner sind es durchaus gewohnt, die Einzelkomponenten für Komplettlösungen in Projekten bei verschiedenen Quellen zu bestellen." (map)