USA nehmen Südkorea wegen Piraterie auf den Kieker

Das asiatische Land steht wegen Urheberrechtsverletzungen ab sofort unter strenger Beobachtung der US-Behörden.

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Das Office of the U.S. Trade Representative (USTR) hat Südkorea auf seine Priority Watch List gesetzt. Darin sind Staaten und Regionen versammelt, in denen es nach Meinung der US-Regierung erhebliche Probleme mit der Einhaltung von Urheberrechten gibt. Dazu zählten vergangenes Jahr Länder wie Argentinien, Indien und Russland, aber auch die Europäische Union. Bislang stand Südkorea auch unter Beobachtung, aber gewissermaßen eine Stufe weniger streng auf der "Watch List".

"Die Verletzung US-amerikanischen geistigen Eigentums beraubt die Amerikaner und schädigt Länder, die auf Innovationen, Technologien und Investitionen angewiesen sind", meint Robert B. Zoellick vom USTR. Die US-amerikanische Regierung wirft Südkorea vor, wichtige Schritte zur Verwirklichung des Urheberrechtsschutzes nicht umgesetzt zu haben. Dazu gehören Gesetzesinitiativen zur Eindämmung von Musik- und Filmpiraterie. Abgesandte der US-Regierung wollen in Kürze in Seoul ihre Bedenken vorbringen. Grundlagen der US-Forderungen sind Abschnitt 182 des Trade Act von 1974 und Abschnitt 301 des Uruguay Round Agreements Act. Den Gesamtschaden, der in Südkorea durch Piraterie verursacht wird, beziffern die USA für das Jahr 2002 auf 572 Millionen US-Dollar.

Siehe dazu auch in Telepolis: (anw)