Microsoft will für mehr Sicherheit in den USA sorgen
Die Redmonder wollen beim Aufbau der Homeland Security auf offene Standards setzen, aber nicht auf Open Source.
In einem Interview mit dem US-Branchendienst eWeek haben zwei Microsoft-Manager, Tom Richey und Michael Byrne, zu ihrem Engagement für die Homeland Security der USA Stellung genommen. Oberstes Ziel sei, erklärte Richey, der Regierung und den Behörden dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Zweitens benötige das Land für die innere Sicherheit modernste Techniken, wodurch die Fähigkeit zu Zusammenarbeit immer notwendiger werde. Microsoft sei schon jetzt im öffentlichen Bereich stark vertreten und biete sich als starker Partner an.
Die USA könne nicht weiter in dem Maße in mehr Sicherheit investieren wie bisher. Es müssten Wege gefunden werden, Gelder auf lange Sicht klüger und eleganter zu verwenden. Dabei spielten Microsofts Plattform und seine Webservices eine große Rolle für Verknüpfung verschiedener Infrastrukturen, betonten die Microsoft-Manager.
Auf die Frage, ob Linux in den Plänen von Microsoft berücksichtigt werde, sagte Richey: "Nein. Wir wollen offene Standards nutzen. Microsoft ist ein Befürworter offener Standards, denn sie sind wichtig für die Interoperabilität unserer Produkte mit denen von Oracle und anderen. Open Source ist etwas anderes." Im Vergleich zwischen Linux und Microsoft hegt Richey Bedenken wegen der Total Cost of Ownership: Durch langfristig höhere Kosten bei der Kontrolle der Konfiguration und hinsichtlich der Sicherheit reiche Linux nicht an Microsofts Produkte heran.
Im Juli 2003 bekamen die Redmonder vom Ministerium für Homeland Security den Auftrag zugesprochen, 140.000 Arbeitsplätze und die dazugehörigen Server mit Software auszustatten. (anw)