Staroffice bezahlen -- einmal, keinmal oder immer wieder
Suns BĂĽrosuite StarOffice verbreitet sich in Japan bald auch als Miet-Software.
Suns Bürosuite StarOffice verbreitet sich in Japan bald auch als Miet-Software. Das Paket, das seit eineinhalb Jahren für etwa 80 € zu kaufen oder mit kleinen Einschränkungen als OpenOffice gratis zu beziehen ist, erschließt seinem Hersteller ständig neue Geschäftsmöglichkeiten: Nicht nur, dass Sun seit Dezember kommerziellen Telefonsupport auch für OpenOffice anbietet, ab Februar will der japanische Distributor Sourcenext StarOffice-Lizenzen auch auf Mietbasis vermarkten. Für 1980 ¥, also rund 15 €, je Benutzer und Jahr bekommt der Käufer eine Schachtel mit Handbuch und CD; doch wenn er die Lizenzkosten nicht jährlich in Form eines Software-Abonnements weiter bezahlt, wird die Software nach zwölf Monaten unbrauchbar.
Carsten Müller, Suns Sprecher für die Hamburger StarOffice-Entwicklertruppe, erklärte gegenüber heise online, die Idee mit dem Software-Abo gehe auf Sourcenext zurück und nicht auf Suns Planung. Der Vertreiber wolle das Paket aber in nicht weniger als 15.000 Ladengeschäften anbieten, und wenn sich auf dieser Basis Käufer finden, warum solle man sich dagegen sperren? Zum Vergleich: In eineinhalb Jahren seit dem Erscheinen von StarOffice 6 hat Sun in Deutschland knapp 100.000 Schachteln mit der Suite über den Einzelhandel verkauft; Umsätze mit Firmenkunden laufen typischerweise über andere Kontakte.
Ungeklärt bleibt freilich die Frage, wie sich Eigentümer der japanischen Miet-Version verhalten, wenn sie ihre Lizenz erneuern sollen: Die wichtigsten Besonderheiten von StarOffice gegenüber OpenOffice liegen im gedruckten Handbuch und der integrierten landessprachlichen Rechtschreibprüfung. Beide werden sich wohl auch weiter nutzen lassen, wenn man die eigentliche Programmsuite nach einem Jahr gegen ein heruntergeladenes OpenOffice austauscht. (hps)