Aktionärsschützer wollen Infineon-Chefs nicht entlasten
SdK und DSW sind empört über das Aktienoptionsprogramm des Münchener Halbleiterherstellers.
Da hilft auch der kleine Gewinn nicht weiter: Die Aktionärsschützer von SdK und DSW wollen auf der Infineon-Hauptversammlung am morgigen Dienstag sowohl Aufsichtsrat als auch Vorstand die Entlastung verweigern. Hintergrund sei das Aktienoptionsprogramm des Unternehmens, heißt es nun beim DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz), nachdem der SdK bereits vor einigen Tagen eine vergleichbare Initiative angekündigt hatte.
Die Führungscrew des Chipherstellers komme bereits ab einer Kurssteigerung von 0,7 Prozent pro Jahr in den Genuss der Leistungen aus dem Aktienoptionsplan. "Das entspricht in keiner Weise unseren Anforderungen an solche Vergütungsmodelle", meint DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker. Die anvisierte Kurssteigerung von 0,7 Prozent sei allenfalls ein schlechter Witz, aber bestimmt kein Ansporn für die Vorstandsriege. "Eine derartige Selbstbedienungsmentalität kann nicht auch noch mit einer Entlastung belohnt werden", ergänzt die bayerische DSW-Landesgeschäftsführerin Daniela Bergdolt. (tol)