Nächster Schritt des BeOS-Nachfolgers Zeta zum Release
Yellowtab, die Schmiede des BeOS-basierenden Betriebssystems Zeta, hat einen zweiten Release Candidate von dessen angekĂĽndigter Version 1.0 fertig gestellt.
Yellowtab, die Schmiede des BeOS-basierenden Betriebssystems Zeta, hat einen zweiten Release Candidate von dessen bereits angekündigter Version 1.0 fertig gestellt. Besitzer des seit vergangenem Frühjahr bestellbaren Release Candidate 1 sollen zum Selbstkostenpreis von 10 € eine neue CD erhalten, wenn sie ihre alte zurückschicken.
Neben beschleunigten Zugriffen auf Windows-Partitionen im FAT32-Format soll das System nun auch das paketorientierte Schreiben auf UDF-Dateisysteme beherrschen und die Schnittstelle USB 2.0 unterstützen. Auch mit neuen Chips kennt sich die aktuelle Zeta-Release aus; offiziell unterstützt sie nun etwa auch AMDs Athlon-64-CPU. Für Grafikkarten der Serien ATI Radeon, NVidia Geforce und des Herstellers Matrox gibt es neue Treiber, und die Zahl der installierbaren Scanner-Modelle hat sich laut Hersteller auf über 200 erhöht. Die Zeta-Entwickler haben zwar auch passende Versionen der Web-Browser Mozilla und Firebird auf der CD untergebracht, doch eine robuste Java-Maschine und die versprochene .NET-Umgebung Mono müssen die BeOS-Fans offenbar noch weiter warten.
Yellowtab, das sich schon vor der Kapitulation des BeOS-Erfinders Jean-Louis Gassee um die Vermarktung dieses Betriebssystems bemühte, treibt dessen Wiederbelebung professionell weiter voran. Das Unternehmen, das vom bisherigen Eigentümer Palm eine Lizenz am BeOS-Quelltext sowie das Recht zur Weiterentwicklung gekauft hat, bemüht sich aktuell um Aktionäre als Geldgeber. Engagements in Ostasien und Lateinamerika dürften das Fundament des BeOS-Nachfolgers weiter festigen, doch ob das weltweite Interesse an diesem System zu dessen beschleunigter Fertigstellung beiträgt, wird sich erst zeigen müssen. (hps)