Supercomputer gegen Alzheimer

An der Universität Zürich berechnet ein Linux-Opteron-Cluster komplexe Molekularsysteme, was unter anderem der Forschung an Krebs- und Alzheimer-Medikamenten zugute kommen soll.

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Von
  • Oliver Lau

Ein Linux-Cluster mit 522 Opteron-244-Prozessoren unterstützt Forscher an der Uni Zürich bei der Entwicklung von Medikamenten zur Bekämpfung von Alzheimer und Krebs. Der Matterhorn getaufte Rechnerverbund berechnet aber nicht nur biochemische, chemische und physikalische Zusammenhänge komplexer Molekularsysteme, sondern modelliert auch die Dynamik von Galaxien.

Matterhorn ist aus einem Joint Venture der IT-Services der Universität Zürich, den Instituten für Biochemie, Organische Chemie, Physik und Geographie sowie dem Functional Genomics Center Zürich entstanden. Gesteuert werden die 261 Dual-Knoten von der Cluster-Management-Software Rocks des San Diego Supercomputing Center (SDSC), deren jüngste Release 3.1.0 ebenfalls den Code-Namen "Matterhorn" trägt.

Ein Platz unter den ersten 100 in der Top500-Liste dürfte Matterhorn sicher sein. Mit seinen 522 1,8-GHz-Prozessoren liegt der Cluster ungefähr gleichauf mit dem aus 512 CPUs bestehenden Opteron-System der Doshisha-Universität im japanischen Kyoto, das zurzeit auf Platz 93 rangiert. (ola)