ver.di fordert vier Prozent mehr Gehalt für Telekom-Beschäftigte
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Deutsche Telekom aufgefordert, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Deutsche Telekom aufgefordert, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. "Wir erwarten eine konstruktive Beschäftigungsinitiative und keinen weiteren Stellenabbau", erklärte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Franz Treml am Montag vor Beginn der ersten Tarifrunde. Für 120.000 Beschäftigte des Unternehmens fordert die Gewerkschaft außerdem vier Prozent mehr Lohn vom 1. Mai 2004 an sowie 4000 Ausbildungsplätze im Jahr.
Bei einem Verzicht auf Kündigungen sei ver.di bereit, über eine zeitlich befristete Verkürzung der Wochenarbeitszeit mit klar begrenzten Auswirkungen auf die Einkommen zu verhandeln. An diesem Dienstag und Mittwoch wollen die Tarifpartner in Bonn zu ersten Tarifgesprächen zusammenkommen.
Telekom-Personalvorstand Heinz Klinkhammer hatte vor einigen Wochen vorgeschlagen, dass bei einer um 10 Prozent verkürzten Arbeitszeit und entsprechend weniger Gehalt 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Die Telekom-Vorstände wollen ebenfalls auf 10 Prozent ihrer Einkommen verzichten.
Treml kritisierte erneut die Absicht des Bonner Konzerns, die Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit ausschließlich über Lohnkürzungen zu finanzieren. Es müsse darüber verhandelt werden, mit welchen Maßnahmen ein weiterer Stellenabbau verhindert werden könne. Die Telekom will konzernweit bis Ende 2005 mehr als 40.000 Arbeitsplätze streichen. Betroffen davon ist vor allem die Festnetzsparte T-Com. (dpa) / (jk)